1960-1979
Geschrieben von Jürgen Modler & Ostermax   
Sonntag, 1. Juni 2008
1960-1979

 

 

 

Ein Stadion wird gebaut: Wollte der TEV an seine glorreichen Zeiten vor dem Krieg anknüpfen, so musste ein Schritt in der Entwicklung gemacht werden. Ein Kunsteisstadion in Miesbach hielt man in ersten Überlegungen für einen Wahnsinn, dennoch entschloss sich die Vorstandschaft für den Bau des Kunsteisstadions. Es wurde ein Bauausschuss, unter der Leitung von Gerhard Nösel und Alfons Kameter gegründet.

Am 2. November 1960 ist es dann endlich so weit. Probelauf der Maschinerien. Und schon 2 Wochen später wird Kunsteis zubereitet. Nach nur siebenmonatiger Bauzeit ist das Stadion fertig.

Der stolzeste Tag in der langen Geschichte des TEV Miesbach e.V.

Und das neue Stadion ist ein wahrer Anziehungspunkt für die Zuschauer. Zu Freundschaftsspielen gegen Holzkirchen kamen über 4.000 (!) Fans ins Stadion. Alle Sparten des TEV erlebten einen ungeheuren Aufbruch. Der TEV bekam unzählige Anfragen für Freundschaftsspiele. Zum Beispiel von Diabolo Mailand, Partisan Belgrad, HC Jesenice, Kiruna/Schweden, die als ersten in einem Spiel in Miesbach Helme trugen, und zahlreiche amerikanische Soldatenmannschaften.

Doch die Freude wehrte nicht lange, weil die Gebühren einfach zu teuer für den Verein waren. Im Oktober 1963 übernahm die Stadt Miesbach das Stadiongebäude und half somit dem finanziell angeknacksten Verein aus der Patsche.

maxostermeier1Im Jahre 1965 folgte der TEV der Konkurenz und führte zum ersten Mal ein Sommertrainingslager durch. Max Ostermaier wurde in die Sportschule nach Köln zu einem Lehrgang der DEB berufen. Die Nachwuchsspieler Ginhard, Gunst und Keck spielten zu dieser Zeit in der Junioren-Nationalmannschaft.  Der TEV scheint den Anschluss an das Deutsche Eishockey wieder geschafft zu haben.

Saison 64/65
Diese Saison war wohl die erfolgreichste überhaupt. Der TEV Miesbach wird Dritter in der Oberliga, dazu noch Bayerischer Meister und auch noch die Fairste Mannschaft.

Zur erfolgreichen Mannschaft gehörten: Siegfried Mayer, Hugo Hierl, Bernd Neumann, Max Ostermeier sen., Alois Keck, Peter Keck, Franz Glasl, Harald Gunst, Sebastian Danner, Horst Reigl, Franz Wittmann, Hans Simaz, Siegfried Rogger, Peter Heinrich, Dr. Gerd Keller, Erich Kral, Sepp Wieland, Helmut Ostermeier und Kapitän Hans Holnburger.

Im Jahr 1967 kommt es zur sportlichen Krise, man steigt ab. Eine Fusion mit Rosenheim hatte bereits konkrete Formen angenommen. Doch Vorstand Ludwig Häusler schritt ein und hielt den TEV auf Kurs.

Inzwischen hatte Max Ostermeier sen. seine Schlittschuhe in die Ecke gestellt und war in den Bereich des Sportlichen Leiters eingetreten.

sonnensegelEs laufen Planungen und sogar erste konkrete Gespräche über die Überdachung der Eishalle. Bis auf unbestimmte Zeit wurde an Stelle eines Daches einfach ein Sonnensegel über die Eisfläche gespannt.

Am 28. März 1970 beginnt die Neuzeit des TEV Miesbach. Der Verein steigt am Grünen Tisch in die neu geschaffene Bundesliga II auf. Auf unbeschreibliche Weise zeigten es die Spieler des TEV ihren Kritikern und konnten völlig überraschend die Klasse halten. Es war ein Sieg des Dorfclubs gegen die Millionenstädte.

In der Saison 1973 ist der TEV sogar Meister in der Bundesliga II. Erfolgreichster Spieler im TEV-Dress ist Sigi Rogger. Er und Peter Keck bleiben auch anschließend dem TEV treu und schlagen enorm besser dotierte Angebote aus.Zur Mannschaft gehörten 10 Miesbacher Eigengewächse und der 1 Ausländer Kenneth Erikson.

In der Folgezeit stellen sich immer wieder die Frage nach einer neuen Eishalle. Jegliche Überlegungen und Pläne scheiterten allerdings immer an einem Problem: dem Geld.

1977/78 spielte man in der Oberliga. Peter Keck wurde Trainer im Jahr 1 nach der Bundesliga. Am Ende sprang ein guter 5.Platz heraus.

Saison 78/79
1978/79 verstärkte man sich mit einem kompletten Sturm aus München. Douglas Morton (72 Tore), Erkki Käseleinen (44 Tore) und „Poncho“ Rödlingshofer brachten den TEV auf den hervorragenden 3.Platz. Der Tod vom langjährigen Jugendleiter Hans Eder überschattet jedoch den großen Erfolg.

Nachfolger von Eder wurde Horst Rumrich, der große Spieler, wie Max Ostermaier oder die Brüder Michael und Jürgen Rumrich hervorbrachte. Die Rumrich’s stiegen später sogar zu Nationalspielern auf.

Saison 79/80
Wieder ein neuer Trainer. Heinz Höck übernahm zusammen mit Peter Kathan das Kommando. Mit dem überragenden Torhüter Uli Sigl schaffte man auf Anhieb den Bayerischen Meistertitel und wurde nebenbei auch noch Vizemeister hinter Selb in der Oberliga.

 
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