Ein Stadion wird gebaut: Wollte der TEV an seine glorreichen
Zeiten vor dem Krieg anknüpfen, so musste ein Schritt in der Entwicklung
gemacht werden. Ein Kunsteisstadion in Miesbach hielt man in ersten
Überlegungen für einen Wahnsinn, dennoch entschloss sich die Vorstandschaft für
den Bau des Kunsteisstadions. Es wurde ein Bauausschuss, unter der Leitung von
Gerhard Nösel und Alfons Kameter gegründet.
Am 2. November 1960 ist es dann endlich
so weit. Probelauf der Maschinerien. Und schon 2 Wochen später wird Kunsteis
zubereitet. Nach nur siebenmonatiger Bauzeit ist das Stadion fertig.
Der stolzeste Tag in
der langen Geschichte des TEV Miesbach e.V.
Und das neue Stadion ist ein wahrer Anziehungspunkt für die
Zuschauer. Zu Freundschaftsspielen gegen Holzkirchen kamen über 4.000 (!) Fans
ins Stadion. Alle Sparten des TEV erlebten einen ungeheuren Aufbruch. Der TEV
bekam unzählige Anfragen für Freundschaftsspiele. Zum Beispiel von Diabolo
Mailand, Partisan Belgrad, HC Jesenice, Kiruna/Schweden, die als ersten in
einem Spiel in Miesbach Helme trugen, und zahlreiche amerikanische
Soldatenmannschaften.
Doch die Freude wehrte nicht lange, weil die Gebühren
einfach zu teuer für den Verein waren. Im Oktober 1963 übernahm die Stadt
Miesbach das Stadiongebäude und half somit dem finanziell angeknacksten Verein
aus der Patsche.
Im Jahre 1965 folgte der TEV der Konkurenz
und führte zum ersten Mal ein Sommertrainingslager durch. Max Ostermaier wurde
in die Sportschule nach Köln zu einem Lehrgang der DEB berufen. Die Nachwuchsspieler
Ginhard, Gunst und Keck spielten zu dieser Zeit in der
Junioren-Nationalmannschaft. Der TEV
scheint den Anschluss an das Deutsche Eishockey wieder geschafft zu haben.
Saison 64/65
Diese Saison war wohl die erfolgreichste überhaupt. Der TEV
Miesbach wird Dritter in der Oberliga, dazu noch Bayerischer Meister und auch
noch die Fairste Mannschaft.
Zur erfolgreichen Mannschaft gehörten: Siegfried Mayer, Hugo
Hierl, Bernd Neumann, Max Ostermeier sen., Alois Keck, Peter Keck, Franz Glasl,
Harald Gunst, Sebastian Danner, Horst Reigl, Franz Wittmann, Hans Simaz,
Siegfried Rogger, Peter Heinrich, Dr. Gerd Keller, Erich Kral, Sepp Wieland,
Helmut Ostermeier und Kapitän Hans Holnburger.
Im Jahr 1967 kommt es zur sportlichen Krise,
man steigt ab. Eine Fusion mit Rosenheim hatte bereits konkrete Formen
angenommen. Doch Vorstand Ludwig Häusler schritt ein und hielt den TEV auf
Kurs.
Inzwischen hatte Max Ostermeier sen. seine Schlittschuhe in
die Ecke gestellt und war in den Bereich des Sportlichen Leiters eingetreten.
Es laufen Planungen und sogar erste konkrete
Gespräche über die Überdachung der Eishalle. Bis auf unbestimmte Zeit wurde an
Stelle eines Daches einfach ein Sonnensegel über die Eisfläche gespannt.
Am 28. März 1970 beginnt die Neuzeit
des TEV Miesbach. Der Verein steigt am Grünen Tisch in die neu geschaffene
Bundesliga II auf. Auf unbeschreibliche Weise zeigten es die Spieler des TEV
ihren Kritikern und konnten völlig überraschend die Klasse halten. Es war ein
Sieg des Dorfclubs gegen die Millionenstädte.
In der Saison 1973 ist der TEV sogar Meister in
der Bundesliga II. Erfolgreichster Spieler im TEV-Dress ist Sigi Rogger. Er und
Peter Keck bleiben auch anschließend dem TEV treu und schlagen enorm besser
dotierte Angebote aus.Zur Mannschaft gehörten 10 Miesbacher Eigengewächse und der
1 Ausländer Kenneth Erikson.
In der Folgezeit stellen sich immer wieder die Frage nach
einer neuen Eishalle. Jegliche Überlegungen und Pläne scheiterten allerdings
immer an einem Problem: dem Geld.
1977/78 spielte man in der Oberliga. Peter Keck wurde
Trainer im Jahr 1 nach der Bundesliga. Am Ende sprang ein guter 5.Platz heraus.
Saison 78/79
1978/79 verstärkte man sich mit einem kompletten Sturm aus
München. Douglas Morton (72 Tore), Erkki Käseleinen (44 Tore) und „Poncho“
Rödlingshofer brachten den TEV auf den hervorragenden 3.Platz. Der Tod vom
langjährigen Jugendleiter Hans Eder überschattet jedoch den großen Erfolg.
Nachfolger von Eder wurde Horst Rumrich, der große Spieler,
wie Max Ostermaier oder die Brüder Michael und Jürgen Rumrich hervorbrachte. Die
Rumrich’s stiegen später sogar zu Nationalspielern auf.
Saison 79/80
Wieder ein neuer Trainer. Heinz Höck übernahm zusammen mit
Peter Kathan das Kommando. Mit dem überragenden Torhüter Uli Sigl schaffte man
auf Anhieb den Bayerischen Meistertitel und wurde nebenbei auch noch
Vizemeister hinter Selb in der Oberliga.
... weiter geht's im Teil "1980 - 1999"
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