1928-1959
Geschrieben von Jürgen Modler & Ostermax   
Sonntag, 1. Juni 2008

 1928-1959

 

 

 
Der TEV Miesbach e.V. wurde am 17. April 1928 im Gasthaus „Brückenwirt“ gegründet.

Eigentlich wurde der TEV Miesbach quasi als ein Vorläufer einer Sportgemeinschaft gegründet: Eishockey, Eisstockschießen, Kunstlauf und Tennis hießen die 4 Sparten.

flyerDie sportliche Wiege und somit Heimat des Eishockey in Miesbach entstand am so genannten Brandmeier Weiher, der dem neu gegründeten Verein von der damaligen Brauerei Waizinger zur Verfügung gestellt wurde. Doch der TEV, unter dem ersten Vorsitzenden Hans Reintinger hatte größere Ziele im Auge.

Am 16.Oktober 1928 tritt der TEV Miesbach dem Bayerischen Eissportverband bei. Max Schmidt, ein vom SC Riessersee kommender einheimischer Lehrer, wurde erster Geschäftsführer. Er erwies sich in der Folgezeit als Motor und Antreiber für den damals schon 110 Mitglieder starken Verein. Der renommierte Sportclub Riessersee übernimmt dankenswert die Patenschaft!

mannschaftAm 20.Januar 1929 absolvierte der TEV Miesbach sein erstes Wettspiel gegen den EV München.

Mit dabei waren (Foto):

(v.l.) Karl Antretter, Karl Schwarz, Hans Hopf, Max Antretter, Karl Baumann, Max Schmid (Initiator) und Hans Urban

 In einem  weiteren Testspiel am 22.Dezember 1929 gegen den Bayerischen Sportclub München gewann man mit 8:0.

Bietet der TEV in der heutigen Zeit um die 20 Spieler auf, so bestand ein Team zu dieser Zeit aus 1 Torwart, 2 Verteidiger und 3 Stürmer. Auf der Auswechselbank durften/mussten 2 Spieler Platz nehmen.

1932 wurde die erste Jugendmannschaft des TEV gegründet.

Ein Jahr später 1933 gastierte der damalige Serienmeister Berliner SC in Miesbach und gewann mit 5:1. Der TEV holte die Meisterschaft in der B-Klasse durch ein 21:0 (!) gegen Augsburg. Die Aufstiegsspiele wurden gegen Nürnberg gewonnen. (5:3;3:0)

spielIm Jahre 1934 zeichnete sich Max Antretter („Max II. von Miesbach“) als mehrfacher Torschütze in der Eishockeynationalmannschaft gegen Italien aus.

Auf diese sportlichen Blüten fielen im Jahre 1939 die düsteren Schatten des 2.Weltkrieges. Schwerste Opfer an Besitzstand, Leib und Leben wurden gebracht und empfindliche Lücken in die Reihen des TEV.

1945 war es ausgerechnet ein amerikanischer Oberbefehlshaber, der den TEV wieder aufrichtete. Im selben Jahr kam der Eintrag ins Vereinsregister und die Lizenzierung. Von nun ab heißt es TEV Miesbach e.V.!

Von 1945 bis 1952 verpassten es Sepp Dietrich, Toni Pötzinger, Sepp Pflügl, Paul Kutscha, Hans Eisenried, Ludwig Kraus, Hans und Rudi Heinrich, Alfred Ambs, Alfred Antretter, Sepp Kratzer, Sigi Wenninger, Hans Huttary und Max Antretter gleich 4-mal hintereinander in die höchste deutsche Spielklasse aufzusteigen. In der Qualifikation scheiterte man nacheinander an Tegernsee, Weßling, Tölz und Rosenheim.

1._landesliga-meister1952 veränderte sich das Gesicht des TEV in der Mannschaft: Paul Sigl, Karl Rummelsberger, Fritz Haller, Max Ostermeier und Hans Holnburger rücken in die Mannschaft. 1953 wird der TEV Landesligameister-Meister (damals 2.Liga) und in einem Aufstiegsturnier in Düsseldorf schlägt man zwar Gießen, scheitert aber an Düsseldorf. Danach gibt es die ersten Abgänge: Sepp Pflügl und Hans Eisenried wechseln nach Kaufbeuren.

1957 scheiterte man wieder als Landesliga-Gruppensieger. Diesmal ist der EV Landshut einen Tick besser.

1958 ordnete der Verband die Ligen neu. Fortan gibt es Bundesliga, Oberliga und Landesliga. Der TEV - als einziger Natureisverein – wird in eine sehr gute Oberliga zugeordnet. Die neuen Gegner heißen: Berlin, Krefeld, Bad Nauheim, Köln, Düsseldorf und Dortmund. Der Altinternationale Fritz Poitsch wird neuer Spielertrainer und mit ihm als Torschütze etabliert man sich im Vorderfeld.

1959 beginnt man mit den ersten Vorkehrungen für den Bau einer neuen Eissporthalle, um den Anschluss an die Kontrahenten nicht zu verlieren, die immer wieder mit Neubauten auf sich aufmerksam machten. 

 
…weiter geht’s im Teil „1960-1979“