In der Anfangsphase stimmten die Rot-Weißen ihre Fans hoffnungsvoll, denn bereits das erste Powerplay führte zum 1:0. Andreas Veicht legte ab zu Zeller und der netzte von der blauen Linie ein. Auch das 2:0 ging auf die Kappe des ersten Blocks. Zeller zog zwei Gegenspieler auf sich und so hatte Veicht genug Platz, um mit einem Schlenzer das zweite Tor nachzulegen. Der TEV schien also auf Kurs, doch das änderte sich bald, als die Abwehr im Tiefschlaf war und die Gäste TEV-Keeper Florian Lachauer beim 2:1 (12.) keine Abwehrchance ließen. Im dritten Block hatte Sternkopf Sebastian Empl, Johannes Kroner und Josef Schlickenrieder aufgestellt. Die drei mühten sich redlich, konnten aber verständlicherweise keinen Druck nach vorne entwickeln.
Im zweiten Abschnitt machten es die Königsbrunner spannend, als sie in doppelter Überzahl zum 2:2 ausglichen. "Das ist ja auch nicht irgendwer, das ist Königsbrunn", übte sich Zuschauer Helmut Waizmann in Ironie. Zumindest blieben die drei Punkte in Miesbach, denn Sebastian Deml nutzte in Unterzahl einen Patzer des Gästetorwarts zum Siegtreffer (43.). Im Schlussabschnitt bekamen die Zuschauer zumindest vereinzelt Spielzüge des TEV zu sehen, als den Gästen die Luft ausging. So stand am Ende ein 3:2 zu Buche, das aber viele Erwartungen offen ließ. Selbiges gilt auch für die Zuschauerzahl, aber mehr hatte die Partie im Grunde auch nicht verdient.
Statistik:
TEV Miesbach vs. ESV Königsbrunn 3:2 (2:1, 0:1, 1:0)
Tore: 1:0 Zeller (Veicht, Reader) 02:17, 2:0 Veicht (Zeller, Reader) 10:47, 2:1 Arnold (Ullmann) 11:16, 2:2 Ullmann (Krafczyk, Waldhausen) 37:06, 3:2 Deml 42:22
Strafen: Miesbach 20, Königsbrunn 14
Zuschauer: 278
HSR: Gundel

Die sehenswerten Szenen beim ersten Saisonspiel des TEV Miesbach gegen den ESV Königsbrunn waren an einer Hand abzuzählen. Eines war dabei offensichtlich: spielerisch ansprechend wird es nur wenn Florian Zeller auf dem Eis steht. Der "Ausländer" des TEV, wie ihn Trainer Rudi Sternkopf nannte, biss trotz einer Rippenprellung auf die Zähne und machte ein gutes Spiel. Damit war er aber allein auf weiter Flur, denn die Partie hatte eher Landesliga-Niveau. Die Gäste aus Königsbrunn taten das was sie können, sie kämpften bis zum Umfallen. Mit viel Einsatz und körperbetontem Spiel kauften Sie den Kreisstädtern den Schneid ab. Von Spielzügen und System war bei beiden Teams wenig zu sehen. Wenn es gefährlich wurde, dann vor allem bei Einzelaktionen, wie dem ersten und dem dritten Treffer der Miesbacher. "Gut dass ich eine Stehplatzkarte habe, sonst wäre ich schon eingeschlafen", lautete das ernüchternde Fazit einer Zuschauerin in der zweiten Drittelpause.