Neustart verpatzt - Niederlage nach inakzeptabler Vorstellung

Montag, 21. November 2011 Written by  Alexander schwer - Miesbacher Merkur

Normalerweise macht Stefan Moser Eishockey Spaß. Richtig viel sogar. Sonst würde sich der Sportliche Leiter des Bayernligisten TEV Miesbach auch nicht so stark engagieren. Am Freitagabend hat es ihm aber ziemlich die Laune verdorben. „Einfach nur enttäuschend“, findet Moser, was die Mannschaft beim TSV Peißenberg (Foto: BSE Pictures) abgeliefert hat. Seinem Trainer Beppo Schlickenrieder geht es ähnlich. Als „inakzeptabel“ stuft er die Vorstellung ein.

Mit 4:5 hat der TEV, vor dem Spieltag Neunter, gegen den 14. verloren. Der geplante Neustart nach der Deutschland-Cup-Pause ist gründlich daneben gegangen.

„Wir haben einfach nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, kritisiert Schlickenrieder. „Das war einfach schlecht.“ Was den Coach am meisten stört, ist, dass es offenbar zwei Lager im Team gibt. Die einen versuchen es mit der Brechstange, und die andere Hälfte nimmt es zu locker. Das ist dann auch genau das, was Moser als fehlendes Engagement und mangelnde Leidenschaft beklagt. „Wenn die Spieler in der Situation nervös und verunsichert sind, kann ich das verstehen. Aber der Wille zu gewinnen, muss immer da sein.“
Den habe er allerdings erst in den letzten zehn Minuten gesehen, als der TEV 4:5 zurücklag. Davor hatten die Miesbacher über weite Strecken geführt, aber jedes Mal durch „individuelle Katastrophenfehler“ (Moser) den Ausgleich kassiert. Auch den Ausfall von Florian Zeller – er konnte nach einem Bandencheck in der 25. Minute, bei dem er sich die Schulter auskugelte, nicht mehr spielen – will Schlickenrieder nicht gelten lassen: „Gegen so eine Mannschaft darf man einfach nicht verlieren.“
Es sei jetzt an der Zeit, dass die Mannschaft aus den Startblöcken kommt, fordert der Coach. „Das kann ich so nicht mehr akzeptieren. Es müssen alle an einem Strang ziehen und Gas geben.“ Dann haben auch nicht nur Moser und Schlickenrieder wieder mehr Spaß am Eishockey.