„Do-or-die“ heißt es quasi für den TEV Miesbach am kommenden Wochenende wenn man am Freitag um 20 Uhr zu Hause auf die EA Schongau trifft und am Sonntag um 18 Uhr zu Gast beim ESV Burgau ist, denn die Tabelle in der Bayernliga ist vor dem abschließenden Hauptrunden-Wochenende so eng wie nie und zwischen Platz 4 und Platz 10 liegen gerade einmal 7 Punkte. Der TEV (49 Punkte) liegt vor dem Wochenende auf Platz 6 und damit quasi auf den Schleudersitz in Sachen direkte Playoff Qualifikation, welche die Top 6 Teams nach Abschluss der Hauptrunde sicher haben. Direkt dahinter lauern aber der EV Dingolfing (48 Punkte) und der EHC Waldkraiburg (47 Punkte), die am Freitag im direkten Duell aufeinander treffen, somit ist für den TEV am Freitag ein Sieg quasi schon Pflicht um nicht doch noch in die Pre-Playoffs zu rutschen und sich für Sonntag eine gute Ausgangslage zu erhalten und eventuell kann man, trotz der schwache Rückrunde aufgrund der vielen Ausfällen, noch in Richtung Top 4 schielen, denn auch die Plätze 4 (Landsberg 51 Punkte) und 5 (Klostersee 50 Punkte) liegen noch in Lauerstellung. Spannung ist also garantiert an diesem Wochenende in der Eishockey Bayernliga.
Anfang der Woche gab es die nächste Hiobsbotschaft im Lager der Kreisstädter, denn Johannes Bacher musste Mitte der Woche an der Schulter operiert werden und fehlt wohl bis zum Ende der Saison. Ebenso zeichnet sich bei Justi Späth und Moritz Schlickenrieder weiterhin keine Besserung ab und die Beiden werden dem TEV weiterhin aufgrund von Gehirnerschütterungen fehlen. Dennoch gibt es auch positive Nachrichten aus dem Miesbacher Lazarett und die Ausfallliste wird am kommenden Wochenende deutlich kürzer sein. Das liegt vor allem daran, dass mit Klemen Pretnar und Benedikt Dietrich zwei Verteidiger nach längerer Verletzung wieder ins Aufgebot von Dusan Frosch rutschen und auch Daniel Merl seine Sperre abgesessen hat.
Am Freitag findet beim TEV die Ladies Night statt und alle Frauen haben am Freitagabend freien Eintritt zum letzten Hauptrundenheimspiel und erhalten zur Begrüßung einen „Willkommenssekt“. Für den TEV ist es nach zuletzt fünf Heimniederlagen schon quasi ein Endspiel um die direkten Playoff-Plätze. Auch die Gäste aus Schongau stehen vor dem Wochenende im wahrsten Sinne des Wortes vor einer Mammutsaufgabe, denn die Mammuts müssen in zwei Spielen sechs Punkte und 34 Tore auf den Landkreisrivalen aus Peißenberg aufholen. Auch die Mammuts hatten während der Saison mit zahlreichen Ausfällen zu kämpfen und so stehen sie aktuell auf dem elften Tabellenplatz. Dennoch sind die Gäste nicht zu unterschätzen und auch das Hinspiel war sehr lange umkämpft. Erst in den Schlussminuten konnte sich der TEV auch dank einer bärenstarken Leistung von Timon Ewert mit 2:5 durchsetzen. Insbesondere die Offensive der Gäste um Routinier Dominic Krabbat, sowie den Kontigentspielern Lukas Skvarek, Raivo Freidenfels, Grayden Gottschalk und dem Ex-TEV’ler Kurt Sonne heißt es für den TEV in den Griff zu bekommen. Es bleibt abzuwarten, welcher der vier starken Konti’s bei den Mammuts nicht mit nach Miesbach reist, denn die Mammuts halten sich trotz dem Angebot von vier Unterschiedsspielern an das Gentlement Agreement des Großteils der Liga und setzen pro Spiel nur drei Importspieler ein. An der Bande gibt es auch ein Wiedersehen, denn die Gäste trainiert Ty Morris, der zu Oberligazeiten für den TEV stürmte.
Am Sonntag geht es dann zum finalen Showdown zum Aufsteiger nach Burgau. Die Markgrafen zahlten zu Beginn der einiges an Lehrgeld, doch kämpften sich nach einem Trainerwechsel zu Fabio Carciola nach und nach in die Liga und konnten vor zwei Wochen die rote Laterne an Amberg abgeben. Auch die Burgau verfügen über eine starke Offensive und der TEV darf sich nicht vom 9:1 Hinspielsieg blenden lassen, denn auch defensiv zeigten sich die Eisbären in den letzten Wochen stark verbessert und werden zu Hause wie auch auswärts von ihren zahlreichen lautstarken Fans unterstützt und den TEV erwartet am letzten Spieltag ein echter Hexenkessel. Auch personell haben die Burgauer nochmals nachgelegt und mit Emil Malysjev und Mikko-Matti Paakkola die Kontigentspieler fünf und sechs verpflichtet. Dafür musste man den Abgang den im Hinspiel sehr auffälligen Tschechen Ondrej Vaculik verschmerzen.
Der TEV weiß was ihn am kommenden Wochenende erwartet und gemeinsam mit der Unterstützung der Fans will man die direkte Playoffqualifikation aus der eigenen Hand schaffen und dazu benötigt man sechs Punkte.
