Für den TEV Miesbach stehen am kommenden Wochenende zwei Spiele mit völlig unterschiedlicher Ausgangslage, aber identischer Bedeutung an. Am Freitag (20 Uhr) sind die Kreisstädter beim ERSC Amberg zu Gast, ehe man am Sonntag um 18 Uhr die Mighty Dogs Schweinfurt im heimischen Eisstadion empfängt. In der engen Bayernliga geht es dabei für den TEV um nichts weniger als die Festigung der eigenen Playoff-Ambitionen.
Tabellenlage: Jeder Punkt zählt
Die Ausgangslage ist klar: Der TEV Miesbach befindet sich mitten im Kampf um die begehrten Playoff-Plätze. Die Top-6 der Bayernliga qualifizieren sich direkt für das Viertelfinale, die Ränge 7 bis 10 müssen den Umweg über die Pre-Playoffs nehmen. Entsprechend eng geht es im Tabellenmittelfeld zu – Ausrutscher gegen vermeintlich schwächere Gegner können im Saisonendspurt teuer werden.
Während Schweinfurt zur Spitzengruppe zählt und als einer der Titelanwärter gilt, steht Amberg bereits am Tabellenende. Die Wild Lions sind aktueller Tabellenletzter der Bayernliga und kämpfen um jeden Punkt, um den Abstand nach oben zumindest zu verkürzen. Gerade in dieser Situation sind Überraschungen nicht ausgeschlossen.
Freitag in Amberg: Kampf, Tempo und Walkom
Der ERSC Amberg ist sportlich stark unter Druck, hat sich aber noch nicht aufgegeben. Vor allem im Sturm besitzt das Team mit Brendan Walkom einen echten Dreh- und Angelpunkt. Der kanadische Angreifer ist Top-Scorer der Wild Lions, Spielmacher und emotionaler Leader zugleich. Um ihn herum versucht Amberg, über Einsatz, Tempo und körperliche Präsenz im Spiel zu bleiben.
Für den TEV gilt es, von Beginn an die Spielkontrolle zu übernehmen und die einfache, kampfbetonte Spielweise der Oberpfälzer anzunehmen. Das Hinspiel konnten die Miesbacher für sich entscheiden, doch gerade auswärts tat sich der TEV in Amberg in der Vergangenheit immer wieder schwer. Konzentration über 60 Minuten wird der Schlüssel sein.
Sonntag gegen Schweinfurt: Schwergewicht zu Gast
Ganz andere Vorzeichen herrschen am Sonntagabend im Miesbacher Eisstadion. Mit den Mighty Dogs Schweinfurt kommt eines der offensivstärksten Teams der Liga in den Landkreis. Zwar hat Schweinfurt mit dem überraschenden Abgang von Ilya Zheltakov zu den Eagles Essen-West einen namhaften Spieler verloren, dennoch bleibt der Kader hochkarätig besetzt.
Die Franken verfügen über viel Tiefe, Tempo und Abschlussstärke und zeigten bereits im Hinspiel, warum sie zurecht zur Spitzengruppe der Liga gehören. Für den TEV wird es darauf ankommen, defensiv kompakt zu stehen, Scheibenverluste zu minimieren und selbst konsequent die eigenen Chancen zu nutzen. Mit der Unterstützung der heimischen Fans soll dem Favoriten ein intensiver Kampf geliefert werden.
Personelle Lage beim TEV
Trainer und Team dürfen sich zumindest über Rückkehrer im Kader freuen:
Benedikt Pölt, Felix Feuerreiter und Reto Schüpping stehen wieder zur Verfügung und geben dem Kader zusätzliche Optionen. Noch offen ist ein Einsatz von Routinier Klemen Pretnar, hinter dem weiterhin ein Fragezeichen steht.
Definitiv verzichten muss der TEV weiterhin auf Justi Späth und Moritz Schlickenrieder, die nach ihren Gehirnerschütterungen noch nicht spielfähig sind. Benedikt Dietrich ist zwar zurück im Training, ein Einsatz am Wochenende gilt jedoch als eher unwahrscheinlich.
Fazit
Für den TEV Miesbach ist das kommende Wochenende richtungsweisend: Ein Sieg beim Tabellenletzten Amberg ist Pflicht, um im Playoff-Rennen keinen Boden zu verlieren. Gegen Schweinfurt hingegen könnte bereits ein Punktgewinn ein starkes Signal an die Konkurrenz senden. Klar ist: Mit wachsendem Kader und der Unterstützung der Fans will der TEV beide Aufgaben mit maximaler Entschlossenheit angehen.
Spielbeginn Sonntag: 18 Uhr – Eisstadion Miesbach.
Ein Abend, der im Kampf um die Playoff-Plätze richtungsweisend werden kann.
